Förderung

Hier möchten wir Ihnen einen groben Überblick zur Förderung von Kleinkläranlagen geben. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gern bei allen Fragen zu den Fördermitteln und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

Förderung von Kleinkläranlagen in Thüringen

Entsprechend der Zielstellung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie soll bis zum Jahr 2015 auch in weniger dicht besiedelten Gebieten die Abwasserentsorgung dem „Stand der Technik“ angepasst werden. Alle vorhandenen Abwasserbehandlungsanlagen sollen bis zu diesem Zeitpunkt mit einer biologischen Reinigungsstufe nachgerüstet werden und jede neu errichtete Anlage muss mit solch einer biologischen Reinigungsstufe ausgerüstet sein. Diese Veränderungen betreffen alle Haushalte, die nicht an einen öffentlichen Kanal angeschlossen werden können. Das erklärte Ziel der EU ist dabei das Erreichen einer wesentlich besseren Abwasserqualität und somit ein entscheidender Beitrag zum Umweltschutz. Sachsen möchte diese Initiative unterstützen und den Bürgern im Freistaat einen Anreiz für die Errichtung oder Modernisierung ihrer Kleinkläranlage schaffen. So reagierte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft auf diese Situation mit der Verabschiedung der Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft – SWW/2007 vom 02.03.2007. Die Förderrichtlinien wurden am 23.02.2009 aktualisiert.

Was wird in Thüringen gefördert:

Es wird die Neuerrichtung von vollbiologischen Kleinkläranlagen sowie die Nachrüstung von Kleinkläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe gefördert. Das Reinigungsverfahren muss den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Gegenwärtig sind das die Biofilmverfahren (Tauchkörper, Festbett, Schwebebett, Tropfkörper), die Belebungsverfahren (Durchflussanlagen, SBR-Anlagen, Membrananlagen) und naturnahe Verfahren (Bodenfilter, Abwasserteiche, Pflanzenkläranlagen). Die zu errichtende Kleinkläranlage muss eine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt) besitzen. Der Bau von Kleinkläranlagen, die für die Neuerschließung von Grundstücken im Sinne des Baurechts errichtet wurden bzw. werden (Hausneubau) wird nicht gefördert. Die Förderung erhält der Bauherr für die Errichtung bzw. Nachrüstung der Anlage und die Gemeinde oder der Zweckverband für die in diesem Zusammenhang erbrachten Organisations- und Beratungsleistungen.

Voraussetzung für die Förderung:

Der Aufgabenträger hat nicht öffentlich zu entsorgende Gebiete im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes ausgewiesen. Die zu fördernde Kleinkläranlage muss in diesem Gebiet liegen und das angeschlossene Objekt kann dauerhaft nicht zentral entwässert werden. Dies muss Ihnen der zuständige Abwasserzweckverband bestätigen. Der Aufgabenträger hat die Förderung der Kleinkläranlage bei der SAB (Sächsische Aufbaubank) beantragt und diese hat daraufhin die Zustimmung zum förderunschädlichen Baubeginn erteilt. Es liegt eine wasserrechtliche Erlaubnis oder eine Indirekteinleitungsvereinbarung für die Kleinkläranlage vor.
Die Kleinkläranlage befindet sich nicht auf einem Garten-, Freizeit- oder Erholungsgrundstück. Die ordnungsgemäße Errichtung oder Nachrüstung der Kleinkläranlage wurde durch den Aufgabenträger der Abwasserbeseitigung in Form eines Abnahmeprotokolls bestätigt. Der Bauherr hat einen Wartungsvertrag mit einer Fachfirma für Kläranlagenwartungen abgeschlossen. Es sind auch eventuell vorliegende Sanierungsfristen zu beachten. Diese werden durch den Aufgabenträger (Abwasserzweckverband) im Abwasserbeseitungskonzept oder durch die zuständige Wasserbehörde festgelegt. Die Zuwendung der Fördermittel wird nur gewährt, wenn die Maßnahme noch nicht begonnen wurde. Als Beginn zählt der Lieferungs- und Leistungsvertrag.

  Sockel-Förderung für 4 Einwohner je zusätzlichen Einwohner
Sie errichten eine neue Kleinkläranlage 1.500,- Euro 150,- Euro
Sie rüsten Ihre alte Anlage mit Vollbiologietechnik nach 1.000,- Euro 150,- Euro
Für weitergehende Reinigungsanforderunge erhalten Sie 300,- Euro 50,- Euro

Antragstellung:

Der kommunale Aufgabenträger der Abwasserbeseitigung gibt jährlich in seinem Zuständigkeitsgebiet öffentlich bekannt, dass für die Gebiete, in denen der Anschluss der Grundstücke an eine öffentliche Abwasserbehandlungsanlage gemäß Abwasserbeseitigungskonzept nicht innerhalb von 15 Jahren vorgesehen ist, Anträge auf Fördermittel für Kleinkläranlagen privater und sonstiger Bauherren entgegennimmt. Die Bürger werden jährlich in einer öffentlichen Bekanntmachung aufgefordert, für die Kleinkläranlagen, die in den nächsten zwei Jahren durch einen Ersatzneubau ersetzt oder nachgerüstet werden sollen, bei den kommunalen Aufgabenträgern Fördermittelanträge einzureichen.

News

von Tobias Neumann

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