Was gehört nicht in die Toilette?
Die Wartung einer Kleinkläranlage durch ein Fachunternehmen ist unerlässlich. Nicht ohne Grund wird dies ja auch durch die Abwasserzweckverbände gefordert. Denn nur durch die regelmäßige Kontrolle der Anlage und die labortechnische Untersuchung der Abwasserproben können Abweichung der Reinigungsleistung eine Kleinkläranlage festgestellt werden. Doch selbst die beste Kläranlage hat es mit der Reinigung des Abwassers sehr schwer, wenn beim Betrieb ein paar grundsätzliche Regeln nicht eingehalten werden. Dann wird auch die gewissenhafteste Justierung der Anlage bei der Wartung nicht allzuviel Erfolg verzeichnen.
Hier finden Sie ein paar Tipps für die an eine Kleinkläranlage angeschlossenen Haushalte, damit der Reinigungsprozess gute Vorraussetzungen hat.

Für die Dosierung von Reinigungsmitteln (Waschmittel, Spülmittel, Reiniger etc.) ist der Härtegrad des Wassers entscheidend. Die Dosierempfehlungen der Reinigungsmittelhersteller richten sich nach höheren Härtegraden, als diese insbesondere im Großraum Chemnitz/Erzgebirge vorkommen. Bitte erkundigen Sie sich nach dem Härtegrad des Wassers in Ihrer Region. In vielen Fällen genügt es, weniger Reinigungsmittel als empfohlen zu verwenden. Damit tragen Sie wesentlich zur Funktionsfähigkeit der Vollbiologie Ihrer Kläranlage bei. Probieren Sie es aus und verwenden Sie nur so viel Reinigungsmittel, wie zur Erzielung des Waschergebnisses notwendig ist. Zur Unterstützung Ihrer Kleinkläranlage können Waschmittel mit Aktiv-Sauerstoff verwendet werden.
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Um Reinigungsmittel dosiert einsetzen zu können, empfehlen wir bei Geschirrspülern die Verwendung von Geschirrspülpulver und den Verzicht auf Reinigungs-Tabs. In den meisten Fällen kann bei sehr weichem Wasser auf Salz in Geschirrspülmaschinen verzichtet werden. Klarspüler braucht nur sehr dosiert eingesetzt werden (geringste Stufe einstellen).
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Hochkonzentrierte Geschirrspülmittel belasten die Biologie Ihrer Kleinkläranlage stark. Bitte achten Sie hier besonders auf eine geringe Dosierung, da es aufgrund der hohen Konzentration in der Regel zu einer Überdosierung kommt.
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Auf die Verwendung von antibakteriellen, desinfizierenden Reinigungsmitteln muss verzichtet werden, da diese die Mikroorganismen der Biologie töten. Gleiches gilt für Rohrreiniger. Bitte beheben Sie Rohrverstopfungen mechanisch.
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Auch auf den Einsatz von WC-Steinen und ähnlichen Produkten sollte verzichtet werden, da diese die Biologie in hohem Maße belasten.
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Besonders bei Reinigungsprodukten, die mit Ihrer Haut in Kontakt kommen, ist Weniger oft Mehr. Damit schonen Sie nicht nur die Schutzschicht Ihrer Haut sondern auch die Biologie Ihrer Anlage. Gerade bei Flüssigseife reicht oft weniger als ein Pumpenhub aus, um für eine gründliche Reinigung zu sorgen.
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Verschmutztes Wischwasser muss nicht über die Toilette entsorgt werden, sondern kann auch im Freien ausgegossen werden. Sie schaden damit nicht der Umwelt, schonen aber die Mikroorganismen der Vollbiologie.
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Farbreste und Reinigungsmittel zur Pinselsäuberung und sonstige Abwässer nach Renovierungsarbeiten sind gesondert zu entsorgen und gehören nicht in die Kläranlage.
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Feuchttücher und Hygieneartikel (Binden, Tampons, Ohrstäbchen…) gehören nicht in die Toilette. Sie verstopfen die Anlage und zersetzen sich nicht.
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Bitte entsorgen Sie keine Speisereste über Ihre Toilette. Dadurch werden Ratten angezogen und es kann zu Verstopfungen kommen. Speisereste können kompostiert werden.
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Fett verklebt die Atmungsorgane der Mikroorganismen. Bitte entsorgen Sie größere Fettreste in den entsprechenden Entsorgungsstellen und reinigen Sie Töpfe und Pfannen von Fett-resten mit Küchentuch, bevor sie abgewaschen werden. Küchentuch bitte über den Hausmüll entsorgen.
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Autor: Tobias Neumann, 18. Dez 2009
Rubrik: Nützliches für die Kleinkläranlage
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